von Elli Bauer

Schweizer Kanton stoppt Projekt mit Office 365.

Quelle: Pixabay CC0 Public Domain/ Taken

Office 365 kann Einhaltung gesetzlichen Grundlagen nicht garantieren.

Abbruch Pilot #Microsoft #Office_365 aus #Datenschutzgründen - Lehrer und Schüler an Luzerner Schulen sollten, sofern es nach dem Willen des Bildungsdepartement geht, künftig via Office 365 kommunizieren. Aus diesem Plan wird nun doch nichts, denn der Datenschützer hat berechtigte Einwände vorgebracht.

Das Schweizer Kanton Luzern stoppt ein seit Herbst 2011 angelaufenes Pilotprojekt zur Nutzung von Microsofts Office 365 an Schulen. Der Grund sind erhebliche Datenschutzbedenken gegenüber Microsoft Office 365. Microsoft konnte die Verpflichtung zur Wahrung der gesetzlichen Grundlagen nicht garantieren, wie es in einer Mitteilung vom 20.08.2013 des kantonalen Bildungsdepartements heißt.

Ziel des Projektes war es einerseits, den Einsatz von Office 365 im Schulumfeld zu erproben und zu evaluieren, andererseits abzuklären, ob sich eine mögliche Anbindung an die kantonale Informatikumgebung zur automatisierten Benutzerverwaltung realisieren lässt.

Das daraus resultierende Fazit, im Bezug auf die technische Realisierbarkeit, ist laut Aussage der Lehrpersonen und der Schulleitung überwiegend positiv. So konnten beispielsweise Benutzerinnen und Benutzer bei Neueintritt in die Schule automatisch ein E-Mail-Konto erhalten.

Das "Nein" des Datenschutzbeauftragten zum Office 365 bedeutet laut Bildungsdepartement, dass keine weiteren Schulen an den Dienst angeschlossen werden. Das bereits begonnen Projekt an der Kantonsschule Alpenquai Luzern wird bis Februar 2014 noch weiter betrieben um einen geregelten Ausstieg zu ermöglichen.

Fahnenmast mit schweizer Flagge
Pixabay CC0 Public Domain

Abbruch durch NSA Skandal?

So wie es scheint ist die Schweiz ebenso wie das restliche Europa nach dem NSA Skandal nun hoffentlich aufgewacht. Wie man an dem Fall in Luzern sieht, macht man sich zunehmend mehr Gedanken zum Thema Datenschutz.

Auch die Daten unserer Kinder sind schützenswert. So sollten nicht nur die zuständigen Datenschutzbeauftragten darauf achten, was über unsere Kinder im Netz veröffentlicht wird und wer welche Daten erhält, sondern auch die Eltern selbst.

Auf kurz oder lang führt kein Weg an der Cloud und Ihren Serviceangeboten vorbei. Doch Europa besitzt noch so einigen Nachholbedarf auf in diesem Bereich. Unsere Welt wird immer vernetzter, so kann sich fast kein Mensch, jüngeren oder mittleren Alters, noch gegen die neuen Kommunikationsmedien verwehren. Sie begleiten uns privat, in der Schule, unterwegs und im Büro. Sie machen uns das Leben angenehmer – aber auch manchmal komplizierter.

Wichtig: Achten Sie bei der Nutzung von Cloud Diensten immer auf den Unternehmenssitz des Anbieters, Standort der Rechenzentren und Einhaltung der landesspezifischen Datenschutzbestimmungen.

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