von Elli Bauer

Hosted vs. OnPremise – Wolke gegen Serverschrank.

Kosten.

Viele mittelständige Unternehmen stehen bei Ihrer IT-Budgetplanungen vor ein und derselben Frage - Investiere ich in lokale Infrastruktur oder lagere ich den Betrieb meiner benötigten Dienste in die Cloud aus?

Die Vorteile von Hosted Lösungen sind offensichtlich:

Die Dienste sind nach den jeweiligen SLA (Service Level Agreements) der Provider immer und überall verfügbar. Bisherige Wartungskosten sowie Kosten für Administration entfallen und selbst lokale Client Softwareupdates sind fast immer im monatlichen Mietpreis unter dem modernen Begriff Software Assurance mit inbegriffen. Die Zahlung erfolgt nach Benutzer im Abrechnungszeitraum und ist damit verbrauchsabhängig und transparent. Energiekosten für eine eigene Infrastruktur entfallen.

Die Kosten für vor Ort Lösungen (On Premise) sind im Gegensatz zu einer gehosteten Lösung meist deutlich höher. Das Unternehmen, welches sich für On Premise entscheidet sollte alle Faktoren vor einer Anschaffung genauestens prüfen, denn in der Regel sind die damit verbunden fortlaufenden Kosten nach dem meist hohen Anschaffungspreis nicht unerheblich. Oft werden bei der Planung Kosten für Klimatisierung, ausfallsichere Stromversorgung, Brandschutz im Serverraum außer Acht gelassen.

Datenschutz und Sicherheit.

Vor der Buchung von Hosted Lösungen müssen deutsche Unternehmen den Hosting-Provider auf die Einhaltung der deutschen Datenschutzstandards überprüfen und ggf. eine Auftragsdatenverarbeitungserklärung zwischen beiden Vertragsparteien schließen. Derzeit überprüft das Bayrische Landesamt für Datenschutz im Rahmen seiner Kontrollbefugnis nach § 38 BDSG bereits in einer ersten Welle stichprobenartig Unternehmen auf diese Sachverhalte. Wichtig ist, dass Hosting-Provider mit einem Sitz in Drittländern, speziell den USA, nicht unseren deutschen Bestimmungen und Sicherheitsanforderungen genügen, auch wenn Sie dem Safe-Harbour-Abkommen zwischen der EU und den USA beigetreten sind. Als Beispiel: Ein Provider mit dem Sitz in den USA und Rechenzentren in den USA, UK und Deutschland unterliegt den Bestimmungen der US-Behörden auch wenn das Rechenzentrum in Deutschland steht. Aufgrund dieses Sachverhaltes haben der sogenannte US-Heimatschutz und weitere US Bundesbehörden Zugriff auf die im Rechenzentrum gespeicherten Daten. Kritisch wird das Thema sobald Kundendaten und Entwicklungsarbeiten dort gespeichert werden sollen. Denn man kann sich niemals sicher sein, wie die Daten von den US Bundesbehörden verwendet werden.


Bandbreiten.

Wer nun diese Hinweise beachtet und sich für einen deutschen Provider entschieden hat, steht nun vor der Frage – Welche Bandbreite wird für den Dienst benötigt? Dies kann in den meisten Fällen schnell mit dem jeweiligen Hosting-Provider geklärt werden. Zu beachten ist. die vom Provider erhaltene Aussage wird oftmals nur je Dienstbenutzer gegeben. Sofern die gebuchten Dienste als unternehmenskritisch eingestuft werden, sollte auf die Zuführung einer redundanten Internetanbindung in das Unternehmen geachtet werden.

Sicherheit.

Viele Unternehmen stellen sich eine Frage - Sind Hosting-Dienste sicher? Grundsätzlich lässt sich diese Frage bejahen, jedoch sollten die Aussagen der Hosting-Provider vor einem Auftrag immer durch die Einsicht in die sogenannten „Technisch-Organisatorische-Maßnahmen (TOM)“ geprüft werden. Ein gutes Indiz für die Erfüllung der gesetzlichen Sicherheitsstandards im Bereich der Kommunikationsdienste stellt die meist als Aufsichtsbehörde benannte Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen dar. Diese überprüft in regelmäßigen Abständen gemeldete Hosting-Provider und Rechenzentren auf ihr Sicherheitskonzept im Bereich der Organisations- und Systemsicherheit.

Redundanz der Systeme.

Systemredundanz oder sogar Geosystemredundanz sind heute Schlagwörter in der Hosting-Branche. Doch was verbirgt sich dahinter. Durch den Einsatz von virtualisierten Systemen können heute Anwendungen über mehrere physikalische Systeme verteilt werden. Dies bedeutet, z.B. wenn ein physikalischer Server ausfällt, startet ein Überwachungssystem diese Anwendung in Millisekunden auf einem anderen Server, auf dem bereits ein live Abbild der Anwendung vorgehalten wurde, neu. Auch die Stromzufuhr und Internetanbindung sind meist redundant ausgelegt, was die Verfügbarkeit je nach Rechenzentrumsstandard bis zu 99,9% im Jahresmittel erhöht.

Georedundanz verlagert die Systeme auf mehrere Standorte. Dabei werden lediglich die physikalischen Infrastrukturen in zwei verschiedenen Rechenzentren aufgebaut und miteinander vernetzt. Das System bei einem Ausfall bleibt dasselbe, doch schließt man nun noch übernatürliche Ereignisse wie z.B. lokale Erdbeben etc. aus und erhöht die Verfügbarkeit auf bis zu 99,99%.

Im OnPremise Betrieb sind solche Systeme meist nur in den Großkonzernen zu finden. Im Mittelstand wird aus Kostengründen und der geringen Auslastung die Redundanz vernachlässigt.

Fazit:

Die Hosting-Dienste sind eine gute Alternative zu herkömmlichen OnPremise-Diensten. Im Vorab sollte der jeweilige Hosting-Provider auf Datenschutz und Sicherheit sowie technische Kompetenzen geprüft werden. Viele Hosting-Provider bieten ihren Interessenten einen 30 Tage Test der Produkte an.

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