von Celina Distler

Das Ende der Insellösungen: Warum einzelne Tools im Gebäudebetrieb nicht mehr reichen

Quelle: Pixabay / mwitt1337

Der Gebäudebetrieb in der DACH-Region befindet sich im größten Wandel seit Jahrzehnten. Während moderne Gebäude immer mehr digitale Funktionen erhalten (von Zutrittssystemen über IoT-Sensoren bis zu Buchungs- und Energiemanagement-Tools) steigt gleichzeitig die Komplexität im Alltag.

Viele Betreiber, FM-Dienstleister und Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz kämpfen heute mit einem zentralen Problem: Zu viele Tools. Zu viele Daten. Zu wenig Verbindung.

Kurz: Insellösungen.

Dieser Artikel zeigt, warum einzelne Systeme im Gebäudemanagement nicht mehr ausreichen, welche Systembrüche in der Praxis auftreten und warum integrierte Plattformen und Gebäude-Betriebssysteme der entscheidende Schritt Richtung Effizienz, Transparenz und Zukunftssicherheit sind.

Die Realität im Gebäudebetrieb: Ein Flickenteppich aus Tools

In vielen Gebäuden in München, Wien, Zürich, Hamburg oder Berlin sieht der Alltag so aus:

  • Ein System für Raum- und Arbeitsplatzbuchungen
  • Ein anderes für Zutritt und Besuchende
  • Ein separates Ticket-Tool für Störungen
  • Weitere Plattformen für Energie, Sensorik, Reinigung oder Sicherheit
  • Dazu Excel, E-Mail, PDFs und manuelle Notlösungen

Was nach digitalem Fortschritt klingt, wird schnell zu einer digitalen Zersplitterung, die den Gebäudebetrieb verlangsamt.

Die größten Systembrüche im Gebäudemanagement

Systembruch Nr. 1: Buchung ≠ Nutzung

Ein Arbeitsplatz oder Raum ist als „belegt“ gebucht, aber laut Sensorik ist niemand da. In vielen Unternehmen gibt es dadurch:

  • Scheinbar fehlende Kapazitäten
  • Unzufriedene Mitarbeitende
  • Falsch geplante Flächennutzung

Das Problem: Buchungssysteme sind nicht mit der realen Gebäudeauslastung verknüpft.

Systembruch Nr. 2: Zutritt ≠ Rolle ≠ Berechtigung

Zutrittssysteme arbeiten isoliert von HR, Buchung oder Sicherheitslogiken.

Dadurch entstehen Medienbrüche wie:

  • Mitarbeitende haben Zutritt zu Räumen, die sie nicht benötigen
  • Gäste müssen mehrfach registriert werden
  • Dienstleister können weder digital eingebucht noch koordiniert werden

Das Risiko: unnötige Sicherheitslücken und hoher Verwaltungsaufwand.

Systembruch Nr. 3: Energie ≠ Anwesenheit ≠ Klima

Energie- und Klimasteuerungen laufen oft autonom vom Rest des Gebäudes.

Das führt zu typischen Situationen:

  • Räume werden beheizt oder gekühlt, obwohl sie leer sind
  • Energieverbrauch steigt trotz moderner Technik
  • Nachhaltigkeitsziele werden verfehlt

In Zeiten hoher Energiepreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das nicht tragbar.

Systembruch Nr. 4: Reinigung ≠ Nutzung

Viele Reinigungsprozesse folgen festen Zeitplänen statt tatsächlicher Raumbelegung.

Das Resultat:

  • Überreinigung leerer Räume
  • Unterreinigung stark frequentierter Bereiche
  • Steigende Kosten bei sinkender Qualität

Systembruch Nr. 5: Tickets ≠ Verantwortlichkeiten

Störungen werden gemeldet, aber landen nicht beim richtigen Team.

Warum? Weil Ticketing, Sensorik und Gebäudetechnik nicht verbunden sind.

Warum Insellösungen im Gebäudebetrieb nicht mehr funktionieren

  • Sie erzeugen manuelle Arbeit statt Automatisierung: Teams müssen Daten zusammenführen, prüfen und nachbearbeiten. Fehler sind vorprogrammiert.
  • Sie verhindern Transparenz: Jedes System zeigt nur einen Ausschnitt, nie das ganze Bild.
  • Sie erhöhen Kosten: Überflüssige Prozesse, ineffiziente Flächen und unnötiger Energieverbrauch summieren sich.
  • Sie reduzieren Nutzerzufriedenheit: Wer fünf Apps braucht, nutzt am Ende keine.
  • Sie bremsen Digitalisierung aus: Ohne einheitliche Datenbasis gibt es keine KI, keine Automatisierung, kein smartes Gebäude.

Die Lösung: Integration durch ein Gebäude-Betriebssystem

Moderne Gebäude benötigen eine Schicht, die alles verbindet, vergleichbar mit einem Betriebssystem.

Ein Gebäude-Betriebssystem integriert:

  • Buchung • Zutritt & Identität
  • Klima & Energie
  • Sensorik
  • Tickets & Workflows
  • Dienstleister & Sicherheitssysteme

und macht daraus durchgängige Prozesse, die reibungslos funktionieren.

Was sich dadurch verändert:

  • Endlich einheitliche Daten: Aus Systembrocken wird ein echtes Echtzeit-Abbild des Gebäudes.
  • Automatisierte Abläufe: Störungen, Reinigung, Klima, Energie (alles läuft nach Bedarf).
  • Transparenz statt Blindspots: Entscheidungen basieren auf Fakten, nicht auf Vermutungen.
  • Ein Nutzererlebnis statt Tool-Chaos: Eine App. Ein Zugang. Ein Gebäudeflow.
  • Energieeffizienz und Nachhaltigkeit: Gebäude werden zu aktiven, lernenden Systemen.

Warum dieser Wandel gerade im DACH-Raum entscheidend ist

Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen unter besonderem Druck:

  • Flächen werden teurer: Vor allem in Ballungszentren wie München, Zürich, Wien oder Frankfurt.
  • Energiepreise steigen: Effizienz ist nicht nur ökologisch relevant, sondern wirtschaftlich überlebenswichtig.
  • Nachhaltigkeitsauflagen werden strenger: ESG, EU-Taxonomie, GEG & CO₂-Bepreisung setzen klare Vorgaben.
  • Nutzer erwarten moderne Arbeitswelten: Hybrid Work und New Work funktionieren nicht mit analogen Prozessen.
  • Fachkräftemangel trifft Facility Teams: Automatisierung wird zur Notwendigkeit, nicht zum Komfort.

Insellösungen passen nicht mehr zur Realität moderner Gebäude in der DACH-Region.

Fazit.

Insellösungen waren eine Übergangsphase der Digitalisierung. Doch ihre Grenzen sind erreicht. Ein Gebäude-Betriebssystem schafft:

  • Effizienz
  • Transparenz
  • Nachhaltigkeit
  • Datentiefe
  • Automatisierung
  • Nutzerzentrierte Gebäudeerlebnisse

Es ersetzt Chaos durch Klarheit und fragmentierte Tools durch ein intelligentes, vernetztes Ökosystem.

Die Frage ist nicht mehr, ob der Wandel nötig ist, sondern, wie schnell Gebäude ihn vollziehen.

 

 

 

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von AI erstellt und anschließend redaktionell überarbeitet.

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